Gartner: Server-Markt steigt, in Europa stürzt er ab

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Die Marktforscher von Gartner melden positive Ergebnisse zur weltweiten Auslieferung von Servern im zweiten Quartal 2015. Das klingt zunächst gut, denn acht Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr und eine Gewinnsteigerung von 7,2 Prozent im Quartal können sich sehen lassen. Beim Blick auf die Tabellen mit dem Wer, Wann und Wo verdüstert sich für den Europäer das Bild ein wenig.

Serverraum- (Bld: Strato)
High Performance Computing löst kleine Server ab: In Europa gingen die Verkäufe physischer Server zurück (Bild: Strato).

Während in Nordamerika 14,8 Prozent mehr Server (mit 14,7 Prozent mehr Umsatz) verkauft wurden, haben laut Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt Währungkurs-Probleme und wirtschaftliche Sorgen die Ausgabefreude in Westeuropa gedrückt. „Wahrscheinlich haben Viele in Erwartung weiterer Währungschwankungen ihre Budgets schon im ersten Quartal genutzt statt auf das dritte zu warten“, versucht Hewitt den Einbruch des zweiten Quartals in Europa beruhigend zu erklären.

Sieht man sich die Zahlen an, bemerkt man einen weltweiten Anstieg on 7,8 Prozent bei Mainframes und HPC-Systemen – auf ihnen werden viele virtuelle Server gehostet. Die kleinen Einzelserver müssen somit nicht mehr gekauft werden. In der EMEA-Region sanken die Verkäufe physikalischer Server um 5,6 Prozent, über die der gehosteten liegen allerdngs keine Zaqhlen vor.

Weltweit und in Europa bleibt Hewlett-Packard trotz zurückgehenden Marktanteils auf der Pole Position (nach losgeschlagenen Stückzahlen wie auch nach Marktanteil von 37,7 Prozent). Die Folgeplätze auf der Liste der Server-Anbieter sind belegt von Dell (22 Prozent) und Lenovo (6 Prozent). Der Zukauf des IBM-Servergeschäfts durch Lenovo trug dazu bei, dass der chinesische Hersteller weltweit zulegte.

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