Unisys will Hälfte der deutschen Stellen kürzen

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Sandro Lindner (Bild: Unisys()

Der im den 80er-Jahren entstandene IT-Konzern Unisys muss in Deutschland offenbar 180 Mitarbeitern den Laufpass geben, berichtet die Frankfurter Rundschau . Dem Bericht zufolge wurde der Kahlschlag bereits auf einer Mitarbeiterversammlung im Juli angekündigt.

Unisys Logo (Bild: Unisys)Im Frühjahr noch hatte Geschäftsführer Sandro Lindner verlautbart, das Unternehmen wieder auf Kurs gebracht zu haben. Lindner war erst im November vergangenen Jahres zum Chef ernannt worden – die Unisys Deutschland GmbH hatte ihn aber offenbar nur zur Schadensbegrenzung eingestellt und eine Umstrukturierung geplant – die Europazentrale sollte von Deutschland nach Großbritannien verlagert werden und einige Standorte verkleinert oder geschlossen.

Die Frankfurter Rundschau zitiert Gewerkschaftsfunktionäre, die dem Unternehmen vorwerfen, die falsche Geschäftsstrategie eingeschlagen zu haben. Offizielle Stellunngnahmen von Unisys zu den Kürzungen gibt es noch nicht.

Update am 12.08.2015: Unisys stellt in einem Statement deutlich klar, dass man in Deutschland bleiben will und der Umzug nur ein Zusammenzug zweier Abteilungen ist. Der Umbau der Konzernstruktur betrifft die Organisation des EMEA-Geschäfts mit einem zentralen Hub in England, nicht jedoch die Präsenz der Europazentrale in der Bundesrepublik.

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