Java Anwender kritisieren Oracle
Innerlich angekommen sind Java-Nutzer noch nicht bei Oracle. Seit dem Wechsel von Sun fürchten Sie, dass ihr Anliegen an Bedeutung verliert. Auch in diesem Jahr wird Oracle die JavaOne wieder parallel zur OpenWorld in San Francisco veranstalten und die im Interessenverbund der Java User Groups e.V. (iJUG) zusammengeschlossenen deutschen Java-Anwender sehen dies mit gemischten Gefühlen. Die Dominanz und Bedeutung der JavaOne ist spürbar gesunken. Insbesondere in Europa gibt es mittlerweile alternativ dazu mehrere große Java-Konferenzen. Zudem waren die Teilnehmer der letztjährigen JavaOne mit ihrem Tagungsort sehr unzufrieden. Neben den unzureichenden Räumen sowie der intransparenten Konferenz-Organisation bemängeln die Teilnehmer auch den fehlenden Community-Spirit. »Die Teilnehmer erwarten im Rahmen der JavaOne beispielsweise die früher vorhandene Community-Ecke mit Mini-Talks oder den freien Gedankenaustausch in den Birds-of-a-feather-Sessions«, so Michael Hüttermann von der Java User Group Köln.
Michael Hüttermann war selbst als Referent auf der letzten JavaOne. »Oracle leitet den Java Community Process (JCP) sowie wichtige Java Specification Requests (JSRs). Genau von diesen Leuten will die Community wissen, wohin die Reise geht beziehungsweise die Richtung auch mit beeinflussen. Die JavaOne wäre eine ideale Gelegenheit dazu.« Fried Saacke, Vorstandsvorsitzender des iJUG, fasst zusammen: »Um der JavaOne wieder den Spirit früherer Jahre zu verleihen, muss Oracle die Bedürfnisse der Community einbeziehen. Ansonsten werden andere Java-Veranstaltungen der JavaOne den Rang als führende Java-Konferenz ablaufen.«